Themis Vertrauensstelle erweitert das an der HFF München existierende Angebot um eine weitere Anlaufstelle für Betroffene sexueller Belästigung und Gewalt / Themis ist ein im Mai 2018 gegründeter Verein und ein gemeinsames Anliegen der Branchenverbände, der Arbeitgebenden und Arbeitnehmenden-Vertretungen aus der Kultur- und Medienbranche sowie der Sendeanstalten / Beitritt der HFF München wurde initiiert und vorangetrieben von den Gleichstellungsbeauftragten sowie der Hochschulleitung
München, 25. Juni 2026 - Die Hochschule für Fernsehen und Film (HFF) München ist der Themis Vertrauensstelle gegen sexuelle Belästigung und Gewalt beigetreten. Damit erweitert sie ihr Unterstützungsangebot für Betroffene sexualisierter Diskriminierung und Gewalt und setzt ein klares Signal für ein gutes Sicherheitsgefühl und Vertrauen im Hochschulalltag.
Die Themis Vertrauensstelle ist eine in der Branche bekannte unabhängige Anlaufstelle, die vor allem vertrauliche psychologische wie teils auch juristische Beratung (Arbeitsrecht, AGG) bietet, und Betroffene dabei unterstützt, Vorfälle einzuordnen und mögliche nächste Schritte zu gehen. Sie ist auf die Medien- und Kulturbranche spezialisiert. Diese weitere externe Perspektive sowohl für Studierende als auch Mitarbeitende ergänzt das bereits bestehende externe Angebot der Ansprechperson zum Schutz vor sexueller Belästigung und sexualisierter Gewalt, die eine vor allem juristische Beratung (strafrechtlich) gewährleistet/absichert. Daneben stehen weitere interne Beratungsmöglichkeiten wie u.a. Gleichstellungs- und Diversitätsbeauftragten-Stellen in Wissenschaft und Kunst, Vertrauenspersonen sowie weitere Möglichkeiten, in geschütztem Rahmen Gesprächsmöglichkeiten wahrzunehmen, an der HFF München zur Verfügung.
Vorangetrieben wurde der Beitritt von den Gleichstellungsbeauftragten für Frauen in Wissenschaft und Kunst der HFF München, Katrin John und Monika Wöhrl: „Betroffene zögern oft sehr lange, bis sie sich jemandem anvertrauen. Genau deshalb ist es so wichtig, zusätzliche und auch unabhängige Wege zu öffnen, die Vertrauen schaffen und die Hürde senken, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Uns ist es ein großes Anliegen, dass niemand das Gefühl haben muss, mit solchen Erfahrungen allein zu bleiben.“
Von der Hochschulleitung wurde das Vorhaben, der Themis Vertrauensstelle beizutreten, von Anfang an unterstützt. Daniel Sponsel, Präsident der HFF München: „Eine Hochschule sollte ein Ort sein, an dem Menschen sich frei entfalten können, angstfrei und offen. Nicht erst seit der Dunkelfeldstudie 2026 wissen wir: Nur, weil uns etwas nicht bekannt ist, heißt das nicht, dass es nicht passiert – und genau hier wollen wir Verantwortung übernehmen und aktiv gegensteuern. Der Beitritt zur Themis Vertrauensstelle ist für uns ein wichtiger Schritt, um Betroffenen zu zeigen, dass sie nicht allein sind.“
Sinem Gökser von der Verbundstelle Diversität und Inklusion der Bayerischen Kunsthochschulen und Danai Gavranidou von der Stabsstelle Diversität und Inklusion der HFF sind sich einig: „Die HFF München ist mit ihrem Beitritt zur Themis Vertrauensstelle in guter Gesellschaft mit anderen Kunst- und Filmhochschulen in Bayern und Deutschland. Im Schulterschluss zeigen sie: Wir möchten Betroffenen sexualisierter Diskriminierung und Gewalt einen so gut als möglich geschützten Raum an unserer Hochschule bieten. Klare Strukturen und verlässliche Unterstützungsangebote sind ein wichtiger gemeinsamer Schritt in die Zukunft.“
Über die Themis Vertrauensstelle